Frauenkollektiv RitClique: Zündende Funken. Wiener Feministinnen der 70 Jahre.

Buchpräsentation: Donnerstag, 8. März 2018, 19:00 Uhr
Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus
Rathaus, Eingang Lichtenfelsgasse,
Stiege 6 (Glaslift), 1. Stock, 1010 Wien

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ZündendeFunkenCover-1Nun liegt ein weiteres Buch über die Autonome Frauenbewegung, im Speziellen die Aktion Unabhängiger Frauen (AUF) vor. Ehemalige Aktivistinnen berichten über die wilden Kämpfe und die neuen Horizonte, die sich ihnen eröffneten. All dies hat zu einer nachhaltigen Bereicherung ihres Lebens als Frau geführt.

Von der Gesundheit und Berufsproblemen, vom Altwerden und feministischer Kunst, vom Kampf der Prostituierten und der Übernahme von Produktionsmitteln (Zeitschrift, Verlag, Buchhandlung, Café), von Sexualität, Mutterschaft und kämpferischen Aktionen berichten die Frauen aus ihrer feministischen Sicht. Die Beiträge sind heiter, empört, analytisch, kämpferisch, kritisch, ironisch, nachdenklich, witzig und bisweilen zornig angesichts der zunehmenden Belastungen, die im Sog des neoliberalen Rollbacks wieder auf Frauenschultern landen.

Wenn auch die Frauenbewegung der 70er Jahre keine reale politische Macht hatte, war sie doch alles andere als machtlos. Sie konnte in Österreich Diskurse initiieren und provozieren und kommunizierte international mit frauenbewegten Gruppen anderer Länder. Sie war nicht mehr zu überhören, zu übersehen und damit auch nicht zu übergehen. Sie lieferte einen wesentlichen Beitrag zur Strafrechts- und Familienrechtsreform.

Die Reflexionen am Ende des Buches beziehen sich sowohl auf die Vergangenheit als auch auf die Gegenwart. Interessant auch die Beiträge der Töchter zur feministischen Vergangenheit und Gegenwart ihrer Mütter.

Frauenkollektiv RitClique 2018(Hg.), Löcker Verlag: Wien.

Ruth Aspöck, Eva Dité, Erna Dittelbach, Ülküm Fürst-Boyman, Käthe Kratz, Brigitte Lehmann, Mirl Ofner, Heldis Stepanik-Kögl, Jahrgänge 1938 – 1953, trafen sich nach vierzig Jahren mit weiteren Aktivistinnen der Frauenbewegung, um ihre Erinnerungen an diese Zeit zu sichern und für die nachfolgenden Generationen erfahrbar zu machen.

Ruth Aspöck, Eva Dité, Erna Dittelbach und Heldis Stepanik-Kögl haben die Beiträge von mehr als 20 Frauen thematisch zusammengestellt und mit Ausschnitten aus der Zeitschrift der AUF, aus Flugblättern und Fotos ergänzt.

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