herman haslin: der worttüftler aus linz

gastautor in der  juli ausgabe des literturmagazins summerau96  ist ein worttüftler, wortfühler und wortfüller: herman haslin.

sendung zum nachhören: cba.fro.at

haslin ist ein eigenwilliger, erfindungsreicher. einer der mit sprache was anstellt und mit ihr jongliert und so quasi spielend den bogen von ernst-philosophisch bis bissig ironisch spannt. dann und wann schreibt er auch gedichte, die nur aus ihrem titel bestehen, so etwa die serie „nomen est omen“. eine kostprobe dieser serie gibt er in der sendung zum besten. so ist dieser haslin also: mal laut, mal leise mal schnell und dann wieder langsam mit langen pausen dazwischen.

seine art zu schreiben, so erzählt er im interview, ist ein beobachten-empfinden-reagieren, gekoppelt an pure fabulierlust. nie, so sagt er, schreibt er in den tag hinein. denn bei ihm kommt es auf das y an, nicht auf das i, weil, “in gehirnen wo sich der dill breit macht, nämlich der aus idille, dort wächst kein pfeffer mehr und traurigerweise auch kein idyllisches gras….“[1] gespannt dürfen wir auch auf seinen neuen roman sein, den er, 1972 begonnen, seit 5 jahren überarbeitet. der titel wird freilich noch nicht bekanntgegeben. soviel aber verrät uns hermann haslin: er, der roman, hat mit goldegg zu tun. im herbst soll das 240 seiten „konvolut“ erscheinen. hofft er. und wir natürlich auch….

[1] aus: hermann haslin: idyllisch. 1997

Aus „Haslins Zitatenschatz“ –  © Hermann Haslin  

16. November 2007

[ WASA-Knäckebrotscheiben – seit 1919! ]

Ich stopfe am 16. November um 23.35h Knäckebrotscheiben in mich hinein, welche wir am 28. August im Pennymarkt Süderelbe, Hamburg-Wilhelmsburg gekauft haben – und dann sagt diese Dame zur Chose „Horst Janssen“: „Es ist ja alles schon so lange her!“

Wer weiß, ob man nicht auch noch Tut-ench-amun anknabbern kann – so, dass es sättigt!

foto: reinhard Winkler

foto: reinhard Winkler

9. Jänner 2008

Irgendwann hab ich mal in meinem Zitatenschatz den Satz geprägt:

Kultur ist – wenn man trotzdem lacht!

 

19. Februar 2009

Neue – ergo Innovationskultur ist immer unbequem;

wird immer von Unbequemen gemacht – wie sollte es anders sein?

Man stelle sich vor:

Thomas Bernhard wäre bequem gewesen – ist ja ein Ding der Unmöglichkeit.

Hat ja auch gar keiner eine Ahnung, wie unbequem die Bequemen für Unbequeme sind!

27. Februar 2009

Nicht nichts ist besser als nichts:

Er hätte nicht nur nichts abdrehen lassen, meinte der erzürnte Befragte in der Sendung „Schauplatz Gericht“, sondern eher nur nichts aufdrehen – worin er wohl einen eklatanten Unterschied erkannte, und in seiner Formulierung kam das Unverständnis, was man denn von ihm wolle, dann noch überzeugender herüber: – er hätte statt nur nichts abgedreht eben nur nichts aufgedreht!

 

18. März 2009

[ Stillstand ]

Bist du schon einmal durch ein kleines Dorf gefahren?

Da stehen die Ampeln – oft die einzige – immer auf Rot.

Am schlimmsten sind da natürlich die winzigen Bezirksstädte, die sich schon groß dünken … entweder du wartest ewig oder du steigst trotz Rot aufs Gas!

20. März 2009

Aus den TV-Nachrichten:

Der Staatenlose ist „illegal aufhältig – aber nicht abschiebbar“.

Hinter solchem Beamten-Deutsch steht wohl ein geheimer Registratorenwunsch:

wie wärs mit „illegal abschiebbar aber dadurch nicht mehr aufhältig“?

foto: Reinhard Winkler

foto: Reinhard Winkler

vita haslin:

erste signifikante Autoren-Nennung durch Eintrag ins Tauf-BUCH
1970: eruptiver Schreibbeginn mit 18 Jahren; spontane Protestsongs, eine Art Hippie-Lieder-Lyrik unter dem Sammeltitel: Juvenile Obsessionen
1972: Lesung Nr 1 (aus eigenen Werken), St. Magdalena, Linz
1975: Zweiter Preis der Dr. Ernst-Koref-Stiftung für den Bereich Kurzdramatik, für das Hörspiel „Embrior“
1987: Preis beim sog. „Linzer-bierkistl-Literaturwettbewerb“ zum Thema „Bier…wörtlich“ für ein Palindrom aus der Serie PosterPoems (visuelle Lyrik)
1993: Buchpräsentation inklusive Mini-Ausstellung im Siemens-Forum Linz, mit dem cartoonistisch illustrierten Beitrag „Linz im Griff“
seit 1995 alle Veröffentlichungen unter dem Namen Hermann Haslin

foto: reinhard Winkler

Zusätzlich auch Publikationen in den Jahrgängen der  Frankfurter Edition „Das neue Gedicht“ 2000, 2001, 2003, 2004 (z.B. die Gedichte „Bewohnbar ist nur mehr…“, „Falterwarme Sonne…“, „Perlender Fluss …“, „Fangschlaf“, etc.)….

contact: hermann@haslin.at

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